
Viertes Spiel in sieben Tagen
Die Panther mit Ty Ronning geben morgen in Düsseldorf wieder Vollgas. · DEL-Photosharing/Birgit Häfner
Keine Zeit zu verschnaufen. Bereits am Dienstag (19 Uhr) geht das Viertelfinale zwischen dem ERC Ingolstadt und der Düsseldorfer EG in die vierte Runde. Durch den 2:1-Anschluss in der Serie nimmt die Spannung in diesem ohnehin schon extrem engen Duell noch weiter zu.
Effizienz als Schlüsselfaktor
„In den ersten vier Spielen ist nicht viel Zeit zwischen den Partien. Wir werden uns in den nächsten 48 Stunden sowohl körperlich als auch mental gut auf Spiel vier vorbereiten“, kündigte ERC-Trainer Mark French am Sonntag an. Eine Trainingseinheit am Montagvormittag später stiegen die Blau-Weißen dann auch schon wieder in den Bus Richtung Düsseldorf.
Der Ärger über die vielen vergebenen Chancen in Spiel drei war zwar schon etwas verraucht, die Frage, wie die Panther ihre Effizienz vor dem gegnerischen Tor wieder erhöhen können, wird im weiteren Verlauf der Serie aber trotzdem entscheidend sein. „Die letzten beiden Spiele waren von der Defensive geprägt. Wir haben hinten einen guten Job gemacht. Vorne hätten wir ein paar mehr Tore schießen müssen. Vor allem gestern“, meint Daniel Pietta, der fordert, dass „wir wieder mehr Verkehr vor das Tor bringen müssen. Sie haben den Torhüter des Jahres zwischen den Pfosten, aber wenn Haukeland die Scheibe nicht sieht, hat auch er es schwer, sie zu halten.“ Die Effizienz wieder auf das Niveau der ersten beiden Partien zu bringen lautet also das Ziel der Oberbayern.
Gegner im Powerplay unter Stress setzen
Das lässt sich prinzipiell auch auf das Powerplay übertragen, so der 36-Jährige: „Wir müssen in Überzahl mehr Druck aufs Tor machen. Wenn man viele Schüsse abfeuert, setzt man den Gegner unter Stress. Man trifft zwar selten mit dem ersten Schuss, aber es ergeben sich nach jedem Abschluss Kämpfe um die Scheibe, dadurch entstehen Räume und so fallen im Powerplay die meisten Tore.“
Dies dürfte in der Vorbereitung auf morgen eine wichtige Rolle spielen. „Man muss anerkennen, dass Düsseldorf in Unterzahl bisher stark spielt, aber wir werden ein paar Anpassungen vornehmen und müssen die Scheibe allgemein sauberer spielen“, sagt Co-Trainer Brad Tapper.
Fakten zum Spiel
Torschusszonen: Kein anderes Playoff-Team gibt prozentual so viele Torschüsse aus dem Slot ab wie der ERC. Der Anteil der Panther-Abschlüsse aus dem zentralen Bereich vor dem Tor beträgt 34,6 Prozent. Von der blauen Linie hingegen zieht nur München anteilsmäßig seltener ab als die Blau-Weißen.
Sechstes Playoff-Duell am Rhein: In der dritten Playoff-Serie stehen sich die Panther und die DEG zum insgesamt sechsten Mal in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt gegenüber. Und während von den acht Duellen in der SATURN-Arena ganze fünf in die Overtime gingen, war im PSD Bank Dome bis dato jede Partie in regulärer Spielzeit entschieden.
Disziplin: Keines der zehn Playoff-Teams kassiert so viele Zwei-Minuten-Strafen wie die Panther. Bisher wandern die ERC-Cracks durchschnittlich 6,3 Mal pro Partie für zwei Minuten in die Kühlbox. Um erfolgreich zu sein, müssen die Oberbayern diese Quote reduzieren.
Spiel fünf am Freitag zuhause
Unabhängig vom morgigen Spielausgang wird es am Freitag (19:30 Uhr) auf jeden Fall ein weiteres Duell in der SATURN-Arena geben. Sollten die Blau-Weißen am Dienstagabend auch ihr zweites Gastspiel am Rhein gewinnen können, hätte das French-Team am Freitag in eigener Halle den ersten Matchball. So oder so wird die Bedeutung dieses fünften Aufeinandertreffens aber groß sein.
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