Travis St. Denis freut sich auf seine neue sportliche Heimat Ingolstadt.
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Saison

Furchtloser Stürmer aus dem Weltmeister-Ort

Travis St. Denis stellt sich den ERC-Fans im ersten Interview als Panther vor...

Travis St. Denis freut sich auf seine neue sportliche Heimat Ingolstadt. · City-Press

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Über die vergangenen beiden Jahre war er einer der besten Torjäger der DEL, ab sofort spielt er für die Panther: Travis St. Denis hat bei den Blau-Weißen einen Vertrag bis 2025 unterschrieben. Wir haben mit unserem Neuzugang unter anderem über seinen Wechsel nach Ingolstadt, seinen eishockeyverrückten Heimatort, dessen Team sogar Weltmeister war, sowie seine Freundschaft zu Michael Garteig gesprochen.

Travis, wir haben uns für das Gespräch nach deinem Vormittags-Workout verabredet. Wo erwischen wir dich gerade?

"Ich bin gerade mit meinem Training fertig geworden. Aktuell bin ich in meiner Heimat Trail. Dort besuche ich nach der Saison immer Familie und Freunde, bevor ich den Rest des Sommers in Connecticut verbringe. Dort bin ich dann auch wieder regelmäßig auf dem Eis, bevor die Saison wieder losgeht. Aktuell ziehe ich mein Trainingsprogramm noch allein durch."

Dein Heimatort Trail, wo du aktuell bist, hat zwar unter zehntausend Einwohner, ist aber trotzdem ein sportverrückter Ort, oder?

"Sport spielt eine große Rolle hier. Egal ob Eishockey oder Baseball und wir haben auch ein paar schöne Golfplätze. Als Kind und Teenager habe ich jeden Tag mit den Nachbarn und Freunden Streethockey gespielt und wir haben natürlich die Eisarena und unser eigenes Nachwuchsteam. Also ich würde sagen, es ist in erster Linie eine große Eishockeystadt."

Das kann man wohl sagen, die Trail Smoke Eaters, der Club der Stadt, trat als kanadischer Amateurmeister dreimal bei der Eishockey-Weltmeisterschaft als kanadische Nationalmannschaft an und wurde 1939 und 1961 Weltmeister.

"Darauf sind die Menschen hier sehr stolz. Es gibt ein Museum mit allen möglichen Erinnerungsstücken in unserer Eishalle. Alte Fotos, Trikots und so. Das ist echt sehenswert. Dass eine Kleinstadt wie Trail diese Erfolge erreicht hat, ist wirklich eine coole Geschichte."

Du bist als jüngster von drei Brüdern aufgewachsen. Da muss man lernen sich durchzusetzen. Hat das deinen Spielstil auch beeinflusst?

"Ja. (lacht) Ich denke, das hat mich schon zu einem härteren Spieler gemacht. Weil ich der jüngste war, musste ich mich durchsetzen und nicht unterkriegen lassen. Aber es war schön hier mit zwei älteren Brüdern aufzuwachsen. Wir haben alles zusammen gemacht: Sport, Camping. Wenn man es auf das Eishockey bezieht: Auch meine Brüder haben Eishockey gespielt. Einer der beiden war sehr talentiert, hat dafür aber nicht so körperlich gespielt. Der andere hat dafür umso physischer agiert. Ich würde sagen, dass ich ein guter Mix aus beiden bin (lacht). Ich habe spielerische Fähigkeiten, habe aber trotz meiner etwas geringeren Größe keine Angst vor dem Körperspiel. So habe ich schon immer gespielt und das hat bisher gut funktioniert."

Jetzt hast du sich für den Schritt nach Ingolstadt entschieden. Was war die Motivation, dich für den Wechsel zu den Panthern zu entscheiden?

"Der ERC war schon länger ein Team, das ich auf dem Radar hatte. Schon bevor ich das erste Mal nach Europa kam. Ich habe ihre Idee vom Eishockey zuletzt als Gegner kennengelernt und ich denke, dass das gut zu meinem Spielstil passt. Sie spielen sehr schnelles Eishockey mit viel Druck zum Tor und gleichzeitig auch Kreativität. Zum andern ist es natürlich schön, wieder mit Garts (Michael Garteig; Anm. d. Autors) zusammenzuspielen. Wir waren seit dem College keine Teamkollegen mehr und es wird großen Spaß machen, wieder gemeinsam mit ihm auf dem Eis zu stehen. Er hat sehr über Ingolstadt geschwärmt. Und auch meine Teamkollegen in Straubing, wie zum Beispiel Travis Turnbull und Benedikt Kohl haben gesagt, dass es Spaß macht, in Ingolstadt zu spielen und auch die Fans super sind."

Wie intensiv hast du unseren Weg in den Playoffs noch verfolgt, nachdem die Saison für dich beendet war?

"Ich habe es schon verfolgt, auch wenn es – besonders nach der Niederlage in Spiel sieben – schön war, etwas Abstand zum Eishockey zu gewinnen. Aber ich war ständig in Kontakt mit „Garts“ und habe geschaut, wie sich Ingolstadt schlägt. Sie sind wirklich ein super Team und hatten sich den Finaleinzug mehr als verdient."

Du hast „Garts“ schon erwähnt. Ihr seid enge Freunde seit vielen Jahren, habt erst ein Jahr in der Juniorenliga und dann vier Jahre am College zusammengespielt. Gibt es irgendeine besondere Geschichte hinter eurer Freundschaft?

"Etwas außergewöhnliches gibt es nicht. Als wir beide nach Penticton kamen, waren wir gleich zu Beginn für zwei oder drei Wochen Zimmerkollegen und waren sofort auf einer Wellenlänge. Wir sind dann auch zusammen zur Uni gegangen und haben die gesamten vier Jahre zusammen gewohnt. Er war bisher ein großer Teil in meinem Leben und es ist schön, jetzt wieder mehr Zeit mit ihm verbringen zu können. Auch unsere Frauen sind sehr eng befreundet. Meine Frau und ich freuen uns sehr darauf, nach Ingolstadt zu kommen. Während der vergangenen Saison waren wir einige Male zu Besuch. Besonders die Innenstadt hat uns sehr gefallen und die Leute waren sehr freundlich. Wir können es kaum erwarten, nach Ingolstadt zu kommen."

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