
Countdown zum oberbayerischen Finale
Mit Volldampf ins Finale. Die Panther bestreiten morgen das erste Match in München. · City-Press
Riesen Begeisterung rund um den ERC Ingolstadt! Die Fans und das Umfeld der Panther sind Feuer und Flamme für die Herausforderung Playoff-Finale. Erstmals seit acht Jahren haben die Blau-Weißen die Chance, nach dem Meistertitel zu greifen. Mit Spiel eins in der Olympia-Eissporthalle startet die Best-of-Seven-Serie gegen Red Bull München am Freitagabend (19:30 Uhr). Erstmals in der DEL-Geschichte kommt es zu einem bayerischen Duell im Endspiel.
Mit vollem Tank ins Finale
Nach zwei freien Tagen im Anschluss an das nervenaufreibende und letztlich erfolgreiche Spiel sechs im Halbfinale, ging die heiße Phase der Finalvorbereitungen für das ERC-Team heute Vormittag so richtig los. Der Gegner stand seit gestern Abend bereits fest und die Blau-Weißen freuen sich darauf, Teil des ersten bayerischen Final-Derbys seit Einführung der Playoffs 1981 zu sein. „Dass es im Finale zu einem Derby kommt, ist für Spieler uns Fans toll. Die Stimmung in den Hallen wird sicherlich brodeln“, sagt Kapitän Fabio Wagner, der 2015 als einziger aktueller Panther-Profi bereits beim letzten Finale mit Ingolstädter Beteiligung im Kader stand. „Damals habe ich nicht gespielt, aber die Abläufe mitzuerleben war trotzdem sehr lehrreich. Umso größer ist nun aber die Freude, auch selbst auf dem Eis zu stehen.“
Dass die Blau-Weißen ein Spiel weniger und damit etwas mehr Pause vor dem Finale hatten als die Münchener, sehen die Panther indes langfristig nicht als Vorteil. „Es war natürlich gut, dass wir die Akkus aufladen konnten, um mit einem zu hundert Prozent gefüllten Tank in das Finale zu gehen“, sagt Wagner, aber das wirke sich eher kurzfristig aus, meint Enrico Henriquez. „Ich denke, dass das auf die ganze Serie gesehen keine große Rolle spielen wird.“
Momentum und Spielkontrolle
Dass im Finale nun auch die Nummer eins und zwei der Hauptrunde aufeinandertreffen, sieht Daniel Pietta als Beleg dafür, dass die reguläre Saison das „Leistungsvermögen der Teams doch ganz gut widerspiegelt. Wir gehen jedenfalls gut vorbereitet in die Spiele, aber haben im Verlauf der Playoffs auch schon bewiesen, dass wir Anpassungen vornehmen können, die unserem Spiel helfen.“ Aus Sicht von ERC-Trainer Mark French wird es auch in der Endspiel-Serie wieder auf einen guten Start in die Spiele ankommen. „München versteht es sehr gut, mit viel Energie aus der Kabine zu kommen. Die ersten fünf Minuten sind eine sehr wichtige Phase im Spiel. Da geht es für uns darum, Momentum zu generieren. Generell wird die Spielkontrolle eine entscheidende Rolle spielen.“
Bei aller Entschlossenheit der Panther ist aber auch „ein Schuss Lockerheit entscheidend, um erfolgreich spielen zu können, denn wenn man zu angespannt ist, ist das unvorteilhaft. Aber wir haben in diesen Playoffs eine gute Mischung gefunden“, findet Pietta.
Wer keine Tickets für Spiel eins ergattern konnte, der kann das Match entweder live bei MagentaSport oder im Free-TV bei Servus TV verfolgen.
Fakten zum Spiel
Simpson in Scorer-Laune: Wenn es gegen die Landeshauptstädter geht, punktet ein Panther ganz besonders fleißig. Wayne Simpson bestritt bisher 15 Partien gegen die Red Bulls und sammelte dabei 18 Zähler. Zehn Mal traf der US-Boy bisher gegen die Red Bulls ins Schwarze und ist damit der Ingolstädter Profi, der am häufigsten gegen das Jackson-Team eingenetzt hat.
Rundes Duell gegen Meisterpanther: Patrick Hager, Teil des Meisterteams und Vorlagengeber des Championship-Winning-Goals 2014, bestreitet morgen sein 50. Spiel gegen den ERC. 13 Tore und 16 Vorlagen gelangen ihm im Trikot von Krefeld, Köln und München bisher gegen die Donaustädter.
Auswärtsbilanz in München: Bisher traten die Ingolstädter 27 Mal im Olympia-Eissportzentrum an. Dabei gelangen elf Siege, 16 Mal behielten die Hausherren die Oberhand. Immerhin: Bei sechs der 16 Niederlagen zwangen die Blau-Weißen die Münchener mindestens in die Overtime. Eine bessere Bilanz als der ERC am Oberwiesenfeld haben nur Wolfsburg und Mannheim.
Sonntag erstes Heimspiel der Serie
Das erste Finalspiel in der SATURN-Arena steigt am Sonntag (14:15 Uhr). Die Halle ist bereits ausverkauft. Auch diese Partie wird aber live bei MagentaSport sowie im Free-TV bei Servus TV übertragen.
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