
Pantherinnen wollen den Titel
Die ERC-Frauen um Nationalspielerin Celina Haider wollen an diesem Wochenende den ersten Titel in der Geschichte der Pantherinnen holen. · Johannes Traub/JT-Presse.de
Zwei Spiele bis zum Titel heißt es für die Frauen des ERC Ingolstadt an diesem Wochenende. Erstmals wird der deutsche Meister in der DFEL (Deutsche Frauen Eishockey Liga) nämlich nicht in Playoffs, sondern in einem Final-Four Turnier ausgespielt. Und die Pantherinnen gehen als Hauptrundensieger als Favorit in das Endturnier. Alle Spiele des Turniers sind kostenlos auf https://www.thefan.fm/live/ zu sehen. Heute um 15 Uhr treffen die ERC-Frauen im Halbfinale auf Berlin.
Im Halbfinale gegen Berlin
Erstmals beendeten die Pantherinnen die Hauptrunde auf dem ersten Rang. „Wir haben den direkten Vergleich gegen alle Teams gewonnen und nur gegen Memmingen und Planegg Punkte liegen lassen. Von daher ist es natürlich angenehmer, als Erster in das Turnier zu gehen, als wenn man wüsste, dass man als Dritter oder Vierter schon einige Spiele gegen die anderen Teilnehmer verloren hat“, sagt Trainer Christian Sohlmann.
Die ERC-Frauen waren in der Hauptrunde das Nonplusultra in der höchsten Spielklasse Deutschlands. Mit 111 Toren und nur 33 Gegentreffern stellten sie sowohl den besten Angriff als auch die stabilste Defensive der Liga. Mit Nicola Eisenschmid steht die Topscorerin der Hauptrunde im ERC-Team. Die 24-Jährige sammelte in 24 Spielen 42 Punkte (19 Tore, 23 Assists). Ihre Schwester Tanja ist mit 6 Toren und 24 Vorlagen die offensivstärkste Defensivspielerin der Liga. Einziger Wermutstropfen ist der verletzungsbedingte Ausfall von Nationalspielerin Marie Delarbre, die mit 37 Punkten in 20 Spielen drittbeste Scorerin der Liga ist. Insgesamt tragen zehn der besten 22 Scorerinnen der Hauptrunde das Panther-Trikot.
Im Halbfinale am heutigen Samstag um 15 Uhr treffen die ERC-Frauen zunächst auf die Eisbären Berlin Juniors. Gegen das Team aus der Hauptstadt ist die Weste der Pantherinnen weiß. In Berlin setzte sich das Sohlmann-Team mit 2:1 und 6:0 durch. In der SATURN-Arena fuhren sie ebenfalls zwei Erfolge ein (4:0 und 3:2). „Berlin hat nichts zu verlieren. In diesem Modus kann alles passieren. Hat man einen schlechten Tag, kann man das nicht mehr gut machen. Das heißt, wir müssen hellwach und sofort voll da sein. Aber wir haben in dieser Saison schon des Öfteren bewiesen, dass wir auch auf den Punkt abliefern können“, mahnt Sohlmann vor den Tücken des neuen Modus mit je nur einem Halbfinale und Finalspiel, vertraut aber dennoch auf die Stärke seiner Mannschaft.
Mögliches Finale am Sonntag um 15 Uhr
Ein mögliches Finale würde dann bereits morgen am Sonntag um 15 Uhr stattfinden. Sollten die Pantherinnen das Endspiel erreichen, hätten sie den Vorteil, dass sie etwas mehr Regenerationszeit hätten als die potenziellen Gegner vom ESC Planegg oder ECDC Memmingen, die sich am Samstag im zweiten Halbfinale um 19 Uhr gegenüberstehen. „Wir sollten dann spätestens um 20 Uhr mit allem fertig sein, inklusive Abendessen und können früh schlafen. Die anderen beiden Teams werden erst spät abends fertig sein und auch die Muskulatur hat nicht so viel Zeit zu regenerieren. Daher wäre das schon ein kleiner Vorteil für uns“, meint Sohlmann.
Die potentiellen Gegner in einem möglichen Finale beschreibt der ERC-Coach so: „Memmingen ist defensiv sehr stark und hat mit Jenny Harß eine sehr gute Torhüterin. Sie lassen nicht viel zu, schießen dafür aber auch nicht so viele Tore. Planegg hingegen hat die Stärken in der Offensive. Die Schlüsselspieler beider Teams sind ihre Importspielerinnen. Das hat man auch im letzten Hauptrundenspiel gegen Planegg gesehen als Justine Reyes alle drei Tore des ESC schoss.“ Die Pantherinnen hingegen verzichteten in der aktuellen Spielzeit komplett auf Importspielerinnen und setzten stattdessen auf einen großen Block von zehn deutschen Nationalspielerinnen. Mit diesen wollen die Frauen um Rekordnationalspielerin Andrea Lanzl am Wochenende den ersten Titel in der Geschichte der Pantherinnen an die Donau holen.
Wir drücken den Mädels die Daumen, dass sie nach den Männern 2014 wieder einen Meistertitel im Eishockey nach Ingolstadt holen!
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