
"Bin in Leader-Rolle reingewachsen"
Fabio Wagner führt den ERC ab sofort als Kapitän aufs Eis. · Johannes TRAUB / JT-Presse.de
Als erster in Bayern geborener Spieler führt Fabio Wagner, der dienstälteste Panther im Team, den ERC Ingolstadt in dieser Saison aufs Eis. Wir haben mit unserem neuen Captain gesprochen.
Fabio, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu deiner Ernennung zum Captain. Was bedeutet dir das?
Das ist eine riesige Ehre für mich und ein großer Vertrauensbeweis. Ich bin sehr stolz, dass ich jetzt das „C“ für den ERC Ingolstadt tragen darf. Dennoch ändert das nichts daran, wer ich in der Kabine bin oder an meinem Spiel auf dem Eis. Ich bin immer noch der Gleiche.
Was sind aus deiner Sicht die Merkmale eines guten Kapitäns und wie willst du deine neue Aufgabe angehen?
Wie gesagt, will ich mich nicht groß verändern. Mein Ziel ist es, dass ich als Vorbild vorangehe und zum richtigen Zeitpunkt die passenden Worte finde.
Du gehst bereits in deine siebte Saison und bist damit der dienstälteste Spieler im Team. Wie würdest du beschreiben, wie sich deine Rolle im Lauf der Jahre verändert hat?
Ich würde sagen, dass ich von Jahr zu Jahr mehr Verantwortung übernehmen durfte. Die sportliche Leitung hat mir nach und nach mehr zugetraut und dadurch konnte ich gut in diese „Leadership-Rolle“ reinwachsen. Gleichzeitig habe ich mich auch auf dem Eis stetig verbessert.
Wenn wir auf den Start der Saison blicken. Was würdest du sagen, wie weit das Team hinsichtlich Taktik und System bereits ist, wenn man den aktuellen Stand mit einer „normalen“ Vorbereitung vergleichen würde?
Ich denke, dass wir schon relativ weit sind. Wir haben uns schnell ganz gut zusammengefunden. Für die Jungs, die bereits letztes Jahr da waren, ist es nicht viel Neues, aber wir haben ja bekanntlich auch einige Neuzugänge, die das System noch besser kennenlernen müssen. Aber wir sind auf einem guten Weg. Das wird über die Saison hinweg ein Prozess sein. Unser Ziel ist es, von Spiel zu Spiel besser zu werden.
Ihr habt in den Vorbereitungsspielen einen ersten Eindruck davon bekommen, wie Spiele ohne Zuschauer sind. Wie habt ihr das auf dem Eis wahrgenommen?
Es ist natürlich sehr ungewohnt. Mit Zuschauern ist es natürlich tausend Mal schöner und wir vermissen die Fans alle sehr.
Denkst du, dass die Geisterspiele sich in manchen Stadien auch so auswirken könnten, dass der Heimvorteil nicht mehr so groß ist?
Das kann durchaus sein. Wenn man zuhause spielt, pushen einen die Fans natürlich schon. Deswegen ist das schon möglich, dass der Heimvorteil in dieser Saison geringer ausfallen könnte.
Dieses Interview erschien in ähnlicher Form bereits im "ERC-Express digital".
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