
Unterhaltsamer erster Test
Die Panther um Justin Feser (re.) zeigten über weite Strecken eine gute Partie. · Johannes TRAUB / JT-Presse.de
Neun Monate ist es knapp her, dass die Panther in der SATURN-Arena letztmals in einem Spiel auf dem Eis waren. Beide Teams hatten anscheinend so viel Lust auf Eishockey, dass es gleich über die volle Distanz inklusive Verlängerung und Penaltyschießen ging. Am Ende setzten sich die Straubing Tigers knapp mit 4:3 nach Penaltyschießen durch.
Dabei war der ERC über zwei Drittel lang die deutlich bessere Mannschaft. Die Gastgeber brauchten zwar einige Minuten, um im Match anzukommen, dominierten die Partie anschließend aber. Die ersten guten Gelegenheiten hatten Frederik Storm und David Elsner auf dem Schläger, scheiterten aber beide am Straubinger Goalie Sebastian Vogl. In der 15. Minute war es dann so weit. Tim Wohlgemuth netzte nach einem Zwei-auf-Eins-Angriff eiskalt ein und erzielte das erste Panther-Tor dieser außergewöhnlichen Saison.
Weil kurz vor der ersten Pause Stephan Daschner in die Kühlbox musste, starteten die Ingolstädter mit einem Powerplay ins zweite Drittel und nutzten das direkt aus. Nur 34 Sekunden waren nach Wiederbeginn heruntergetickt, als Daniel Pietta seinen Premierentreffer im ERC-Trikot erzielte. Die Defensive der Hausherren stand auch im Mittelabschnitt über weite Strecken sicher und ließ kaum eine nennenswerte Chance der Gäste zu. Auf der Gegenseite nutzten sie hingegen beste Chancen nicht. Petrus Palmu und Louis-Marc Aubry, Mirko Höfflin im Eins-gegen-Eins mit Vogl oder erneut Palmu aus dem Slot. Sie alle scheiterten am Straubinger Schlussmann. Mit dem 2:0-Zwischenstand waren die Niederbayern noch gut bedient.
Im Schlussabschnitt wurden die Beine der Panther etwas schwerer. Das Team aus dem Gäuboden konnte die Partie nun deutlich offener gestalten und glich in der 49. Minute aus. Kael Mouillierat traf in der Folge eines Bullygewinns. Zuvor hatte Sena Acolatse von der blauen Linie den Anschlusstreffer markiert. Für die Panther machte es Palmu im dritten Anlauf besser und erzielte im Powerplay die erneute Führung (53.). Doch auch diese konnte nicht über die Ziellinie gerettet werden. Erneut Mouillierat glich 12 Sekunden vor der Schlusssirene aus. Die Tigers hatten da schon längst einen sechsten Feldspieler für den Torhüter auf dem Eis.
Nach einer ereignisarmen Verlängerung musste die Entscheidung im Shootout fallen. Beim ERC scheiterten alle drei Schützen, bei den Straubingern war es Mouillierat, der den entscheidenden Treffer setzte.
Stimme zum Spiel
Tim Wohlgemuth: „Es fühlt sich schon anders an ohne Zuschauer, weil man sich in gewisser Weise unbeobachtet fühlt. Wir haben aktuell noch einen kleinen Kader, aber sind dennoch bereits konkurrenzfähig. Straubing hatte sich ja zudem schon auf die letztlich abgesagt Champions Hockey League vorbereitet. Für das erste Spiel war das schon sehr gut. Viel besser als in den letzten beiden Jahren. Wenn wir so weitermachen, sind wir in einigen Wochen auf einem Top-Niveau.
Am Sonntag treten die Panther dann bei den Tigers an (14 Uhr). Diese Partie ist live bei Niederbayern TV zu sehen. Sowohl im TV als auch online im Livestream.
Das nächste Heimspiel steht für den ERC am Sonntag, 13. Dezember an. Dann gastieren die Augsburger Panther an der Donau. Auch diese Partie ist live via SpradeTV zu sehen und kann HIER bereits gebucht werden.
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