
Ein Serienmeister, 74 Jahre Erstligist & ein CHL-Wiedersehen
Trinec ist CHL-Stammgast, Vitkovice und Pardubice erstmals seit sieben Jahren wieder dabei.
EUROPAPOKAL! Erstmals seit sieben Jahren sind die Panther wieder in der Eishockey-Königsklasse am Start. Die Gruppenauslosung steigt bereits in 13 Tagen in Tampere. Bis dahin stellen wir, abgesehen von den deutschen Clubs, alle Teilnehmer vor.
Im zweiten Teil dreht sich alles um die drei Teams aus der tschechischen Extraliga, die sich für die Champions Hockey League qualifizieren konnten. Alle drei können bereits auf ein knappes Jahrhundert Club-Geschichte zurückblicken. Neben dem Dreifach-Meister sind auch ein Erstliga-Dauerbrenner und ein ehemaliger CHL-Gegner des ERC dabei.
HC Ocelari Trinec
In der zehnten CHL-Saison ist der 1929 als SK Trinec gegründete Club zum neunten Mal dabei. Der am östlichsten gelegene Extraliga-Verein war in den vergangenen Jahren das Aushängeschild in unserem eishockeyverrückten Nachbarland. Dreimal in Folge gewann Trinec die Meisterschaft. In der gerade abgelaufenen Saison gelang ihnen der Durchmarsch zum Titelhattrick von Tabellenplatz sechs nach der Hauptrunde. Insgesamt konnte das Team aus der Stahlstadt fünf Meisterschaften feiern. Die erste davon erst 2011. In den vergangenen 13 Spielzeiten zogen sie sieben Mal ins Playoff-Finale ein.
Auf internationaler Bühne lief es zuletzt allerdings weniger erfolgreich als in der heimischen Liga. Nach dem CHL-Halbfinaleinzug 2017/18, als sie gegen den späteren Champion JYP Jyväskylä unterlagen, folgte zuletzt viermal das Aus in der Gruppenphase.
Der 37-Jährige Martin Ruzicka war in der abgelaufenen Saison nicht nur ligaweiter Topscorer der Hauptrunde, sondern auch in den Playoffs der beste Punktesammler. Mit 535 Zählern in 504 Partien für Trinec ist er zudem der Rekordscorer des HC Ocelari und war Teil aller fünf Meisterteams der Ost-Tschechen.
Die Heimspiele werden in der Werk Arena mit Platz für 5200 Fans ausgetragen.
HC Dynamo Pardubice
Ein absoluter Traditionsclub ist der 1925 als LTC Pardubice gegründete Verein aus dem 100 Kilometer östlich von Prag gelegenen Pardubice. Seit 1949 spielen sie durchgehend in der höchsten Liga. Zunächst in der Tschechoslowakei, anschließend in der 1993 gegründeten Extraliga. Als eines von sechs Teams spielen die Böhmen als Gründungsmitglied durchgehend in der Top-Liga Tschechiens.
Sechs Meistertitel konnte der Heimatclub von Dominik Hasek bisher einfahren. Dreimal wurden sie tschechoslowakischer Meister (1973, 1987, 19898), dreimal tschechischer Meister (2005, 2010, 2012). Die Torwart-Legende absolvierte neun Spielzeiten für Pardubice und stand bei drei Titelgewinnen zwischen den Pfosten (´87, ´89, ´10).
Der Hauptrunden-Sieger der abgelaufenen Saison, der im Playoff-Halbfinale mit 4:3 gegen den späteren Meister Trinec ausschied, ist erstmals seit 2016/17 wieder in der CHL vertreten. Bei ihren drei bisherigen Teilnahmen konnten sie die Gruppenphase allerdings noch nie überstehen.
Ihre Heimspiele werden in der 10200 Zuschauer fassenden Enteria arena ausgetragen.
HC Vitkovice Ridera
Auch der dritte qualifizierte Club kann auf ein knappes Jahrhundert Clubgeschichte zurückblicken. 1952 und 1981 gewann der 1928 als SSK Vitkovice gegründete Club die tschechoslowakische Meisterschaft. Das Team aus der osttschechischen Stadt Ostrava ist ebenfalls Gründungsmitglied der Extraliga, stand seither vier Mal im Playoff-Finale, verlor allerdings alle vier. Als Hauptrundenzweiter zogen sie in der abgelaufenen Saison ins Halbfinale ein, unterlagen nach einem zwischenzeitlichen 3:0-Serienrückstand mit 4:3. Verrückter Fun-Fact: Fünf der sieben Spiele gingen in die Verlängerung und dabei wurden insgesamt knapp acht Overtime-Drittel gespielt.
Genauso wie die Panther ist auch Vitkovice erstmals seit sieben Jahren wieder in der CHL vertreten. Beide Teams trafen 2014/15 in der Debüt-Saison der Königsklasse aufeinander. In der Gruppenphase unterlagen die Blau-Weißen auswärts mit 5:1 und zuhause mit 5:4 nach Penaltyschießen.
Sollte es für den ERC ins 720 Kilometer entfernte Ostrava gehen, würden die Panther in der WM-Arena von 2004, 2015 und 2024 antreten. Die Ostravar Arena bietet Platz für gut 10.000 Fans.
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